(MT) SCHNEEBERG: Die Mini-Bergbauheimat in Schneeberg wird im Mai in die neue Saison starten. Die Anlage befindet sich auf der Fundgrube Gesellschaft und umfasst über 50 liebevoll gestaltete Modelle im Maßstab 1:25. Laut Stadtverwaltung Schneeberg kann die Miniaturlandschaft vor allem dank ehrenamtlicher Helfer geöffnet werden. Mit einer großen Aktion haben Mitglieder der Bergbrüderschaft Schneeberger Bergparade am 18. April die neue Saison tatkräftig vorbereitet. Anerkennende Worte hat dafür der Schneeberger Bürgermeister Ingo Seifert: "Es geht nicht nur darum, diese einmal im Jahr abzubauen und einmal im Jahr wieder aufzubauen, sondern viel mehr auch darum, diese Bergbaulandschaft zu pflegen, die Modelle umzubauen und natürlich auch dafür zu sorgen, dass immer zugänglich gemacht, also aufgeschlossen und auch wieder zugeschlossen wird. Und ich muss ganz ehrlich sagen ohne das Engagement der Bergbrüderschaft wurde dieses Kleinod wir wahrscheinlich in dieser Qualität nicht existieren."
Die Bergbrüder und Bergschwestern haben in der Bergstadt Schneeberg mehrere Pflegeschaftsobjekte Bergstadt übernommen. Unter anderem auch die Miniaturlandschaft. Dafür bringt Bürgermeister Ingo Seifert seinen Dank zum Ausdruck. Die Fundgrube Gesellschaft gehört zu den Bestandteilen der Montanregion Erzgebirge und wird daher bewahrt, erhalten und stetig weiterentwickelt. Für das Jahr 2026 war der 18. April ein wichtiger Tag.
Stephan Tabel, Bergbruder: "Wir sind heute hier, um die Minibergbauheimat mit aufzubauen und aus dem Winterschlaf zu wecken. Voll im Aufbau befindlich. Einige neue Häuschen sind dazugekommen, unter anderem das Siebenschlehener Pochwerk, jetzt in Kunststoff gefertigt, um einfach die Haltbarkeit über die Jahre, Jahrzehnte kann man vielleicht hoffen zu behalten."
Und während die Bergbrüder die Schauanlage aufbauen, soll daran erinnert werden, dass die Holzhäuschen von Ehrenamtlern übers Winterhalbjahr immer wieder aufbereitet werden. Sie werden repariert, um alle Schäden zu beseitigen.
Stephan Tabel, Bergbruder: "Besonders danken muss man auch noch den Bruder Jörg Wiegank, welcher in mühevoller Kleinarbeit die neuen Kunststoffhäuser fertigt. Also pro Haus braucht er circa 300 bis 500 Stunden Handarbeit und das kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Dass es solche Brüder noch gibt."
Für eine längere Haltbarkeit sind inzwischen zwei Drittel der Objekte aus Kunststoff entstanden.
Stephan Tabel: "Wir machen es für die Besucher wieder wunderschön, dass wir in die neue Saison starten können."
Die Saison geht von Mai bis Oktober. Und vielleicht macht ein Besuch der Schneeberger Mini-Bergbauheimat Lust auf mehr.
Bürgermeister Ingo Seifert: "Ich denke, diese Miniaturlandschaft hat eine ganz besondere Qualität, weil alle Miniaturen, die ich hier sehe, kann ich dann auch fußläufig mir in Natura noch mal anschauen. Insofern kann ich alle nur herzlich einladen."
Die Miniaturlandschaft gibt es seit 2009. Etwa im Jahr 2006 begann man beim CVJM, daran zu bauen. Auf Bitten des CVJM wurde die Anlage im Jahr 2019 durch die Stadtverwaltung Schneeberg übernommen. Geöffnet ist das Kleinod auf der Fundgrube "Gesellschaft" von Mai bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr. (Bildquelle: Bernd Pudwil)
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